Juni 16, 2017

"Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells


Books: Vom Ende der Einsamkeit (1)

„Was, wenn es die Zeit nicht gibt? Wenn alles, was man erlebt, ewig ist und wenn nicht die Zeit an einem vorübergeht, sondern nur man selbst an dem Erlebten?“ (S. 327)

Ich könnte ganze Kapitel mit wunderschönen Zitaten aus "Vom Ende der Einsamkeit" füllen. Denn klingt nicht allein der Titel des Romans schon unheimlich romantisch? Ebenso das Zitat von F. Scott Fitzgerald ganz zu Beginn des Buches: „Rück mit dem Stuhl heran, bis an den Rand es Abgrunds, dann erzähle ich dir meine Geschichte.“

"Eine fesselnde, berührende, traurige Geschichte, die den Leser aber nicht traurig entlässt. Dieser neue Roman ist sein Meisterstück“, beschrieb Claudio Armbruster vom ZDF-Heute Journal es in meinen Augen sehr passend.

Eine traurig schöne Geschichte, die einen solchen Sog auf mich ausübte, dass ich mich nie so ganz zwischen weiterlesen und innehalten entscheiden konnte. Es ist fast wie bei einem Krimi, der einen nicht mehr loslässt, bloß mit viel mehr Mitgefühl für die Protagonisten Jules und Alva. Gespickt von Lebensweisheiten und Handlungen, die mitgreifender nicht sein könnten.

„Und dann dachte ich an den Tod und wie ich mir früher oft vorgestellt hatte, er wäre eine unendliche Weite, wie eine Schneelandschaft, über die man flog. Und dort, wo man das Weiße berührte, füllte sich das Nichts mit den Erinnerungen, Gefühlen und Bildern, die man in sich trug, und bekam ein Gesicht. Manchmal war das Entstandene so schön und eigentümlich, dass die Seele hineintauchte, um dort zu verweilen, bis sie schließlich weiterzog, auf ihrem Weg durch das Nichts.“ (S. 306)

Books: Vom Ende der Einsamkeit


Ein Schreibstil, der etwas Poetisches an sich hat, lebensklug und berührend.
Mehr möchte ich zu diesem Meisterwerk im Grunde gar nicht sagen, denn diese Geschichte muss man selbst erlebt haben. Taucht ein in die Geschichte von Jules, lasst euch mitnehmen und berühren.


„Das Leben ist kein Nullsummenspiel. Es schuldet einem nichts, und die Dinge passieren, wie sie passieren. Manchmal gerecht, so dass alles einen Sinn ergibt, manchmal so ungerecht, dass man an allem zweifelt. Ich zog dem Schicksal die Maske vom Gesicht und fand darunter nur den Zufall.“ (S. 299)


Kommentare :

  1. Die Zitate können mich ebenfalls berühren :)
    Ich werde mir den Roman mal näher anschauen!

    Alles Liebe, Maya von Mayanamo

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