Dezember 11, 2016

{Gedanken} Von Zielen, die uns auffressen


Gerade wenn es auf das Ende des Jahres zugeht - und das tut es offensichtlich (wo ist bloß all die Zeit hin?!) - denke ich noch mehr als sonst über die vergangenen Wochen und Monate nach. Was wollte ich erreichen? Wo wollte ich stehen? Wer wollte ich sein? So viele Fragen und so wenige Antworten. Denn ich habe das Gefühl, gerade die letzten Monate des Jahres damit vergeudet zu haben, mir viel zu viele Sorgen und Gedanken zu machen. Gerade was Leistungen anbelangt. Stundenlanges Grübeln, ob diese oder jene Antwort in der Klausur nun richtig oder falsch war. Ob ich nicht doch lieber hätte mehr lernen sollen, statt mit Freunden feiern zu gehen. 
Und über all dem die große Frage: Wofür tue ich das überhaupt?

Ist es nicht so, dass uns das Ziel, das wir vor Augen haben, motiviert? Immer weiter Richtung Ziellinie bringt, uns antreibt und stark sein, auch mal Rückschläge ertragen lässt? Doch was tun, wenn das eigene Ziel sich gegen uns wendet? Wenn wir anfangen, uns selbst zu hassen, für das Ziel, das wir uns gesetzt haben und von dem wir im Grunde wissen, dass es schier unmöglich ist, es zu erreichen.

Mein eigenes Ziel hat mich in den letzten Monaten regelrecht aufgefressen. Mir die Energie und Motivation geraubt. Genau das, wofür dieses Ziel doch eigentlich gedacht war, verschwand mit der Zeit. 
Mit diesen Gedanken im Kopf, redete ich mir immer wieder ein, nicht gut genug zu sein, dass es an mir läge, das Ziel nicht erreichen zu können. Vielleicht trage ich tatsächlich einen Teil der Schuld, doch dass auch äußere Einflüsse eine Rolle spielen, vergaß ich. 
Oftmals suchen Menschen die Schuld bei jemand anderem, um sich nicht mit ihrer Situation auseinander setzten zu müssen, bei mir ist es genau andersrum. 
Und somit das Zeichen, dass ich mein Ziel ändern muss. Denn  dieses sollte mich inspirieren, motivieren, mit Kraft geben. Nicht das Gegenteil tun.



Entschuldigt diese ernsten Gedanken so kurz vor Weihnachten, doch manchmal bedarf es dieser einfach, um die besinnliche Zeit ganz in sich aufnehmen und genießen zu können.
Ich wünsche Euch einen wunderschönen 3. Advent.

Kommentare :

  1. Ich finde das Weihnachten, die Winterzeit und vor allen Dingen das Jahresende einfach zu ernsten Gedanken verleiten.

    Der Weihnachtsstimmungspost ist übrigens gerade online gegangen.
    Ich hoffe dir gefällts :)

    Alles Liebe, May von Mayanamo

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    1. Da hast du Recht. Oftmals hängt dies auch einfach damit zusammen, dass es so schnell dunkel wird. Dann werden die Gedanken automatisch ernster.

      Ich habe ihn schon gelesen und muss unbedingt noch kommentieren. Es ist so schön geworden, liebste May.

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