September 08, 2016

{Gedanken} Das zu überwindende Hindernis

Das zu überwindende Hindernis bin ich. Ganz allein ich. Inklusive meiner Gedanken, Zweifel, Ängst und Ansprüche. Sie und ich? Wir sind mehr als beste Freunden. Eng miteinander verbunden. Mit jedem Faser meines Körpers verwoben. So tief eingeflochten, dass es oftmals unmöglich scheint, sie heraus zu reißen.
Und dabei weiß ich, dass genau dies die einzige Möglichkeit ist, das Hindernis zu überwinden.
Groß, imposant und undruchdringlich liegt es vor mir. Wirft Schatten auf mein Gesicht und lässt mich zittern. Innehalten. Stocken. Zweifeln.
Schaffe ich es, auf die andere Seite zu gelangen? Über mein Selbst hinweg zu steigen?

Immer wieder ziehen die Fäden mich unauffällig ein Stück zurück. Weg vom Hindernis. Weg von der anderen Seite.

Denn was werden die Anderen denken? Was, wenn ich mich blamieren? Es ihnen nicht recht mache? Egoistisch oder gar selbstverliebt wirke?
Und werde ich es überhaupt schaffen? Bin ich dafür nicht zu schwach?



Ja, das Hindernis bin definitiv ich selbst. Doch wie kann man sich selbst aus dem Weg schaffen? Über sich selbst hinweg steigen?

Indem man die Fäden zerschneidet, das Band aufreißt und beginnt, nicht mehr auf die Zweifel, sondern auf sich selbst zu hören.

Niemand wird mir dabei helfen können, das Hindernis zu überwinden. Das kann nur ich alleine. Doch ich weiß, dass es möglich ist.
Das zu überwindende Hindernis, das bin ich. Und ich werde es hinter mir lassen. Auf die andere Seite. Auch wenn ich stolpere, die Fäden mich doch nochmal ein Stück zurück ziehen. Ich werde Widerstand gegen mich selbst leisten. Mich überwinden. Das Hindernis.

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