August 17, 2016

{Wanderlust} Schwedische Schäre - Grinda


Es ist früher Morgen, als wir uns an den restlichen Passagieren vorbei schlängeln, hoch auf‘s Decke der Fähre. Ein letzter Blick auf das Stockholmer Schloss, dann fahren wir auch schon los, lassen die Hauptstadt hinter uns und vergessen das bunte Leben inklusive all dem Trubel dort.
Vorbei an kleinen roten Häusern, vereinzelten Felsinseln und Kanus, die  an den Holzstegen festgebunden sind und auf der Ostsee hin und her schaukeln.
Hier draußen scheint die Zeit still zu stehen, es gibt keinen Druck, keinen Stress und keine Hektik. Hier zählt bloß der Moment. Die restliche Welt verschwindet mit der Großstadt.





Als die Fähre an einem kleinen Steg anlegt, schauen wir uns überrascht an. Sind wir schon da? Bloß zwei Stunden Fahrt durch die Schönheit der Schären und schon betreten wir selbst eine von ihnen. Die Insel Grinda. Mit einer Fläche von 2 km², einer Jugendherberge, einer Ferienhaussiedlung und zwei Campingplätzen eine der kleinsten von Stockholms Schären und doch mit die schönste.
Denn Grinda ist etwas ganz Besonderes.
Betritt man die Insel, empfängt einen die Ruhe und ein Gefühl von „Zuhause ankommen“. Grind nimmt seine Besucher an der Hand, zeigt ihnen die Schönheit der schwedischen Natur und lässt sie eintauchen in eine andere Welt. Manchmal fühlten wir uns ein bisschen wie im Wunderland, wenn wir auf einem Felsen saßen, ein altes, rotes Badehaus neben uns und den Blick aufs Meer gerichtet. Meeresrauschen, kreischende Möwen, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein.





Wir wanderten durch die Kiefernwäldchen, erhaschten immer wieder einen Blick auf die See. Zwischen den Bäumen tauchte hier und da ein kleines Häuschen auf. Also doch Zivilisation, obwohl es mir eher vorkam wie im Traum.
Neben weidenden Schafen campten mutige Naturverbundene, bei denen ich mich heute noch frage, wie das mit der Versorgung funktioniert. Denn mehr als ein Cafe und zwei Restaurants gibt es auf Grinda nicht.
Wo die Bäume Schatten auf die Felsen warfen hielten wir inne und ich wagte den Sprung in die kalte Ostsee. Hach, wie lebendig man sich in diesen Moment einfach fühlte.





Als die Fähre am späten Abend wieder am kleinen Steg anhielt und wir an Deck gingen, legte sich Wehmute über uns. Wir sahen uns ein letztes Mal um, betrachteten Grinda sehnsüchtig.
So klein und doch so wunderschön.



Zu Grinda wird bald noch ein zweiter Teil bestehend aus Bilder folgen, einfach weil es dort solch wunderschöne Momente einzufangen gab und all die Bilder diesen Post sprengen würden. :)

Kommentare :

  1. Hach sieht das alles schön aus! Ich liebe die skandinavischen Länder sehr. Oft wenig Population, tolle grüne Natur und ich verspüre dort immer ein Hauch von Zauber. Wie bei einer alten Sage. Deine Beschreibung und Fotos bringen dieses Gefühl gerade zurück in meinen Körper. Danke, und liebe Grüße! :)

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    1. Da kann ich nur begeistert nicken. Die skandinavischen Länder strahlen eine unheimliche Ruhe aus. Der Vergleich mit einer Sage ist so passend. :)
      Sehr gerne. Ich danke dir für deine wundervollen Kommentare, über die ich mich jedes Mal so freue. Liebste Grüße!

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  2. Wie schön :) Und vor allen wahnsinnig toll, dass du ins Wasser gesprungen bist! Diese Lebendigkeit liebe ich. Bin auch schon einmal mit meinem besten Freund, in Holland in eiskaltes Wasser von einem Boot aus, gesprungen. (sorry, der Satzbau ist irgendwie komisch ^^)
    Da kreischt man kurz und genießt es dann :)

    Für so naturverbundene Inseln bin ich immer! Bin nämlich auch Camperin :)

    Alles Liebe, May von Mayanamo

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    1. Dieser Moment, wenn man dann seine Angst überwindet und einfach springt, ist unbezahlbar, nicht wahr? :)
      Vielen Dank für dein Kommentar, May.♥

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  3. och wie schön es sich anhört und die bilder dazu sind echt der wahnsinn. richtig richtig schön ♥
    und kaltes wasser lässt einen echt irgendwie total lebendig fühlen.

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