Februar 07, 2015

(Rezension) "Die Seiten der Welt" von Kai Meyer


 Zum Inhalt



„Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt.“ 
Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln. Doch dann wird ihr Bruder entführt, und sie muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, in die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebell. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.

(Quelle: Lovelybooks)

Meine Meinung



Die junge Furia lebt in einer ganz besonderen Welt, der Welt der Bibliomantik. Umgeben von Bücher und Magie begleitet der Leser sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden. Hier findet man alles, auch die sogenannten Exilibris, aus Büchern verschwundene Charakter.
Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen, unter der ach so schönen Buchoberfläche scheint es heftig zu brodeln. Wem kann Furia trauen? Wer steht auf der Guten, wer auf der Bösen Seite?

Rein äußerlich ist "Die Seiten der Welt" ein absoluter Hingucker! Die schönen Goldelemente, das Verschnörkelte.
Doch auch hinter der Fassade versteckt sich ganz viel Liebe und Zuneigung, vor allem für Bücher.
Somit ist Kai Meyers neustes Werk für alle Leseratten ein absolutes Muss!

Die Handlung im Roman gefiel mir sehr gut. Sie ließ sich unheimlich flüssig lesen und zog sich nicht in die Länge. In jedem Kapitel wartete neue Spannung auf den Leser, hinter jeder Zeile verbarg sich ein Geheimnis.
Meyers erschaffene Bücherwelt verzaubert auf den ersten Blick, auch wenn in dem System manches nicht allzu gut läuft.
Leider liegt hier auch ein kleiner Kritikpunkt: Mir erschien der Hass gegen die Machthaber der Bibliomantik etwas zu dramatisch, in gewisser Weise übertrieben. Es hätte mehr geschehen müssen, um diesen Hass zu berechtigen. Somit kam mir eine Rebillion fehl am Platz vor.

Kai Meyers Schreibstil konnte mich dafür absolut überzeugen. Als Leser spürt man sofort, dass der Autor sich in seiner Fantasiewelt wohlfühlt. Das liebt, was er tut. Und so wirkte jedes Wort echt und wirklich.

Die Hauptfigur Furia erinnerte mich in gewisser Weise an Maggie aus "Tintenherz". Diese ist mir unheimlich ans Herz gewachsen und so auch Furia. Ich hätte mir bei ihr jedoch etwas mehr Tiefe gewünscht und hoffe, diese wird man in Band zwei der "Seiten der Welt" Reihe finden.
Die anderen Charakter, wie Cat oder Finnian konnten mich umso mehr überzeugen und gewannen mit ihrer speziellen Art schnell meine volle Aufmerksamkeit.

Letzte Gedanken


"Die Seiten der Welt" von Kai Meyer ist ein fantasievoller Roman, der von der Liebe zu Büchern und deren Macht erzählt. Mit einem tollen Schreibstil und einer spannenden Handlung war ich schnell in der Geschichte gefangen, doch etwas gekünstelt wirkende Stellen trügten diesen Schein leider ein wenig.
Trotzdem kann ich dieses Buch nur allen Buchliebenden ans Herz legen.

 

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

'text-align: center;'