Februar 20, 2015

(Reisen) Vielfältiges Frankreich - Vogesen und Elsass

Der Zug kommt mit einem lauten Quietschen im Bahnhof an und ich steige ein. Richtung Metz. Mit meinem Backpacker-Rucksack und dem daran baumelnden Skihelm fühle ich mich wie eine Weltreisende und ein kleines Lächeln zaubert sich auf mein Gesicht. 
In Metz steige ich in einen anderen Zug, der mich nach Nancy führt. Bis ich ankomme, dauert es noch ein wenig. Vorbei an grünen Wiesen beschleicht mich die Angst, dass in den Vogesen überhaupt kein Schnee liegt.
Doch sobald ich ein zweites Mal umgestiegen bin, kann ich weiße Flecken zwischen Bäumen hervorblitzen sehen. Viel ist es nicht, aber in den Vogesen komme ich ja auch erst nach vier Stunden an.
Am Bahnsteig der kleinen Stadt Remiremont holt mich eine gute Freundin ab. Bei ihr werde ich die nächsten fünf Tage wohnen. Wir haben uns bei einem Schüleraustausch kennengelernt und durch lange Briefe hat die Freundschaft trotz verschiedener Länder über drei Jahre gehalten.



Endlich sehe ich den erhofften Schnee, als wir zu einer der bekanntesten Orte der Vogesen fahren. Gérardmer. Hier darf ich nicht nur die Berge bewundern, sondern werfe auch einen Blick auf den riesigen See. Hier sind schon einige Schlittschuh gelaufen, erzählt mir die Französin.



Am nächsten Tag lässt die Sonne sich nicht blicken, doch meine Laune kann durch den angekündigten Ausflug ins Elsass erhöht werden. Es geht nach Colmar.
Die Stadt hat es mir von der ersten Minute angetan. Alte Fachwerkhäuser, unzählige Kanäle, Kopfsteinpflaster, enge Gasse, schiefe Antiquitätläden.
Die bezaubernde Stadt versprüht einen gewissen Charme, der vorallem im historischen Zentrum spürbar wird. 
Wie viele Geschichten hier spielen könnten, wie sehr alles geprägt zu sein scheint. Einfach romantisch.
Als die Kälte kaum noch auszuhalten ist, lassen wir uns in einem kleinen Café nieder, genießen die Aussicht und schlürfen eine chocolat chaud.





Ein neuer Morgen in Cornimont bringt Sonne mit sich. Perfekt zum Ski fahren.
Wir machen uns also auf den Weg zum Skigebiet La Bresse. Oberhalb des Ortes, der gerade wegen alter, etwas vernachlässigter Häuser seinen Zauber hat, schnallen wir die Bretter an und genießen den Tag. Obwohl das Gebiet nicht mit denen in den Alpen zu vergleichen ist, haben wir unheimlich viele Fahrmöglichkeit und viel Spaß.



Mein letzter "richtiger" Tag wird ebenfalls zum Ski fahren genutzt. Diesmal in Gérardmer. Von hier aus kann ich doch tatsächlich die Alpen sehen. Einfach atemberaubend, ebenso wie der Blick den ich auf den Rest der verschneiten Vogesen habe. Bepuderte Bergspitzen, geheimnisvolle Wälder...



Und dann heißt es schon wieder Abschied nehmen.
Aber keine Sorge, ich komme wieder, denn so schön wie die Natur hier in den Vogesen ist, kann man nur eine schöne Zeit haben.

Liebste Grüße,

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