Januar 20, 2015

(Rezension) "Margos Spuren" von John Green



Kurze Info

Margos Spuren
John Green
336 Seiten
Taschenbuch bei Deutscher Taschenbuchverlag
8,95 Euro

Zum Inhalt


Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt. Doch je näher er ihr kommt, desto rätselhafter und unerreichbarer wird sie. Und dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Um Margo zu finden, taucht er ein in ihr Universum und folgt ihr quer durch die USA. Es ist eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.
(Amazon) 

Meine Meinung

Hinter jeder Fassade verbirgt sich ein Mensch. Jede Medallie hat zwei Seiten. Und so ist es auch mit Margo Roth Spiegelmann.
Quentin, der kurz vor seinem Abschluss steht, verehrt dieses scheinbar so perfekte Mädchen sehr, himmelt sie an. Als er sich eines Abends auf eine abenteuerliche Tour mit Margo einlässt, verändert diese seine Sichtweise. Und als dann kurz darauf Margo verschwindet, folgt Quentin ihren Spuren. Um die echte Margo kennenzulernen. Um hinter die Fassade zu blicken.

Eine Spurensuche der anderen Art. Das erwartet den Leser bei "Margos Spuren". Voller Charme, Natürlichkeit und Intelligenz ist man auf der Suche nach Margo. Der wahren Margo. Und nie wird es langweilig, denn Überraschungen, sowie Spannung erwarten den Leser auf jeder Seite.

Nach meinem zweiten Buch von ihm, bekenne ich mich inzwischen also großer John Green Fan. Mit knapp 336 Seiten, hat er es geschafft, mich wieder einmal absolut zu begeistern. Dies liegt vor allem an Greens außergewöhnlichem Schreibstil. Zwar ist dieser an der Jugendsprache orientiert, bringt jedoch trotzdem etwas lyrisches, poetisches mit sich. Mit Metaphern wird nicht um sich geworfen, sondern sie werden mit bedacht verwendet. Und diese Mischung aus Lockerheit und Lyrik schafft ein tolles Ambiente.

Ich muss den Verwundeten fragen, wo er verletzt ist, denn ich kann nicht der Verwundete werden. Der einzige Verwundete, der ich sein kann, bin ich.
(John Green, Margos Spuren; S. 324)

Neben der geheimnisvollen Margo, aus der ich bis zum Schluss nicht schlau wurde, gibt es Quentin. Quentin ist ein typischer High School Schüler. Nicht sonderlich beliebt, keine Schönheit, Videospielsüchtig. Und trotzdem ist er unglaublich sympathisch und clever. Er nimmt den Leser an der Hand, zeigt ihm die Welt von Margo.
Auch seine Freunde und all die Mitstreiter von Margo schienen authentisch und realistisch.

Was mir bei diesem Jugendroman besonders in Erinnerung blieb, sind die wahnsinnig gut versteckten Spuren von Margo. Alles hatte einen tieferen Sinn, eine Bedeutung. Und diese sollte man sich wirklich merken und aus ihnen lernen.

Letzte Gedanken


Margos Spuren von John Green ließ mich nach wenigen Seiten nicht mehr los. Mit Spannung, Tiefgrund und Charm lernt der Leser, hinter die Fassaden zu blicken und nicht alles so hinzunehmen wie es kommt. Ein Roman mit Poesie und Moral. Absolut lesenswert.

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