Dezember 19, 2014

(Rezension) "Der Mann, der den Regen träumt" von Ali Shaw




Zum Inhalt


"Wie Kreide, vom Regen zu einem weißen Schleier verwaschen, begannen seine Umrisse zu verschwimmen und seine Konturen schwanden, beinahe unmerklich. Im einen Moment sah Elsa einen Mann vor sich und im nächsten nur noch eine graue Silhouette. Seine Haut wurde zu Nebel. Die Sonne hinter ihm ließ ihn erstrahlen und umrahmte ihn mit ihrem goldenen Schein, bis er nichts mehr von einem Mann an sich hatte, sondern immer mehr einer Wolke glich, die durch Zufall die Form eines Menschen angenommen hatte." 

Finn ist kein gewöhnlicher Mann, ihn umgibt ein Geheimnis. Es ist der Grund für sein Einsiedlerleben und der Grund, warum die Einwohner von Thunderstown ihm nicht wohlgesinnt sind. Doch trotz aller Gerüchte und Anfeindungen hält Elsa zu Finn. Gemeinsam versuchen sie, ihre Liebe gegen all die Widerstände zu behaupten.

(Quelle: Lovelybooks)

Meine Meinung



Mir gefällt der Buchumschlag wirklich sehr, sehr gut. Er hat etwas zauberhaftes, fantasievolles ansich und spiegelt den Inhalt der Geschichte gut wieder.  Zu sehen ist ein Baum, sowie Blumen und der fallende Regen. Dieser soll das Wetter, welches eine zentrale Rolle spielt, verdeutlichen.
Die  Handlung dieses Romans ist mit einem Wort zu beschreiben. Fantasievoll.
Zum einen hängt das mit Finn, einem geheimnisvollen Einsiedler zusammen, zum anderen mit dem Wetter. Denn dieses prägt den Inhalt, ist ständig präsent. Dies führt zu einer etwas melancholischen Stimmung.
Zwar geschieht nicht immer etwas und die Spannung ist erst am Schluss spürbar, doch mich störte das kaum, da mich das Städtchen Thunderstown so in seinen Bann zog.
Doch wer ein Problem mit langatmigeren Kapiteln hat, könnte sich daran aufhalten.

Schon bei Das Mädchen mit den gläsernen Füßen hat Ali Shaw sich mit seinem Schreibstil in mein Herz geschlichen. Relativ hoch waren meine Erwartungen also auch bei seinem zweiten Buch.
Enttäuscht wurde ich keines Wegs, sondern Begeisterung machte sich gleich beim ersten Kapitel wieder breit.
Der Autor erzählt einfach unheimlich poetisch und lyrisch seine Geschichte, regt zum Träumen an und verzaubert seine Leser.

Hauptprotagonist Finn ist etwas ganz besonderes. Verraten möchte ich nicht zu viel, aber es ist typisch Shaw. Sein Charakter ist zwar durch einsame Stunden geprägt, jedoch hat er sein gutes Herz nicht verloren, ist zuckersüß, unerfahren und rücksichtsvoll.
Elsa, ebenfalls Hauptperson im Roman, ist da etwas anders. Sie flüchtete vor ihrem alten Leben, brauchte einen Neuanfang. Die taffe Frau brachte mich zum Lachen und war mir schnell sympathisch.
Auch viele Stadtbewohner spielen eine wichtige Rolle. Jeder ist einzigartig, speziell und verschroben. Eine wundervolle Mischung.

Fazit


Ali Shaws Roman Der Mann, der den Regen träumt konnte mich mit seiner fantasievollen, träumerischen Art überzeugen.
Die etwas langatmigen Kapitel wurden durch eine originelle Idee in den Schatten gedrängt. Vorallem der Schreibstil, sowie authentische Charakter verzauberten.

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